Kleine Geschichte der Kath. öffentlichen Büchereien, auch KÖB genannt.

Kleine Geschichte der Kath. öffentlichen Büchereien, auch KÖB genannt.

 

1845 Gründung des Borromäusvereins (*) als Reaktion auf die gesellschaftspolitische Situation. Die Hauptaufgaben: Empfehlung und Verkauf geeigneter Medien. Neben dem Zentralverein in Bonn, der bis heute als Dachverband aller KÖB’s gilt, werden zahlreiche Ortsvereine ins Leben gerufen.

 

(*) Name Borromäus bezieht sich auf Karl Borromäus, Bischof von Mailand. Er hatte sich damals um zeitgemäße Literatur  in den Büchereien seiner Diözese bemüht.
1870 Die Zahl der Ortsvereine ist auf 1471 angewachsen. Durch Bismarcks Kulturkampf, der sich auch gegen die Kath. Kirche und ihre Einrichtungen wendet, verzeichnet der Verein Einschränkungen für seine Tätigkeit.

 

 
1895 Zum 50-jährigen Jubilläum hat der Verein wieder Tritt gefasst. Inzwischen arbeiten 1712 örtliche Borromäusvereine. Auch in  Heitersheim entsteht in diesen Jahren ein Ortsverein. Die damals fälligen Beiträge werden laut Archivauszug erstmals 1875 registriert. Da nicht jeder Ortsverein eine Bücherei unterhielt und auch keine weiteren Angaben vorliegen, können wir keine konkreten Aussagen über die Gründung einer Bücherei in Heitersheim machen.

 

 
1911 Der Verein bietet in Bonn jährliche Schulungskurse für BüchereileiterInnenund MitarbeiterInnen an.

 

 
1921 Die Bibliothekarsschule (*) wird gegründet.

 

(*) seit 1984 Fachhochschule für das öffentliche Bibliothekswesen
1934 Schikanen durch die Nationalsozialisten setzen der Arbeit mehr und mehr Grenzen: Schließung der Bibliothekarsschule, die örtlichen Büchereien müssen zu nicht öffentlichen Pfarrbüchereien umgewidmet werden. Begrenzung auf religiöses Schrifttum, Beschlagnahme von Büchern nicht religiösen Inhalts.

 

 
1950 Nach intensiver Aufbauarbeit bestehen 4017 Ortsvereine mit 3606 Büchereien. Diese bieten 3,4 Mio. Bücher an.

 

 
1964 Kommunale und kirchliche Büchereiverbände schreiben gemeinsam den Öffentlichkeitscharakter der Büchereien in kirchlicher Trägerschaft fest. Seither setzt sich die programmatische Bezeichnung Katholische öffentliche Bücherei  (KöB) durch.

 

 
1964 – 1997 Ständige Angebote zur Aus- und Weiterbildung vonBüchereimitarbeiterIinnen.

 

 
2003 Mit „Borromäus Kinderwelt“ öffnet sich der Verein mit seiner Empfehlungskompetenz im Medienbereich zunehmend besonderen Zielgruppen.

 

 
2006 Start der erfolgreichen Leseförderung „Ich bin Bibfit“ (Bibliotheksfit)

 

 
2009 Der Borromäusverein gründet die „Borromedien GmbH.

 

 
  Weitere Informationen sind unter www.medienprofile.de zu bekommen.